Freiwilliges Soziales Jahr: noch Plätze für Kurzentschlossene zu vergeben
Die Diakonie Mitteldeutschland bietet kurz entschlossenen jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren noch Plätze für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) an. In ganz Thüringen sind noch Plätze zu vergeben. Die Diakonie, der soziale Dienst der evangelischen Kirchen, bietet jungen Menschen Bildung und Orientierung an – unter anderem durch das Freiwillige Soziale Jahr. Es bietet die Chance in einer sozialen Einrichtung zu arbeiten und etwas für sich und andere Menschen zu tun. Für junge Männer ist es möglich, ein FSJ anstelle des Zivildienstes abzuleisten. Die Diakonie Mitteldeutschland vermittelt pro Jahr rund 350 Bewerberinnen und Bewerber in verschiedene FSJ-Einsatzstellen der Diakonie und begleitet sie während ihres Einsatzes. Die Diakonie ist offen für alle Jugendlichen. Wer ein FSJ machen will, muss keine Vorkenntnisse oder Qualifikationen mitbringen. Es gibt eine Reihe unterschiedlicher FSJ-Programme, die sich nach den jeweiligen Interessen der Jugendlichen richten. Die Freiwilligen bekommen für ihren Einsatz ein monatliches Taschengeld, Verpflegung, in einigen Einsatzstellen freie Unterkunft und sie sind sozialversichert. Weitere Informationen gibt es unter: www.fsj.diakonie-mitteldeutschland.de Nachfragen an: 0345/ 12299-266.

 

Von Meister Eckhart zu Martin Luther“
KirchenSprung zur Woche des Denkmals 2010
am Freitag, 10. September 2010, ab 20 Uhr in der Predigerkirche
Die traditionelle Erfurter Veranstaltung „KirchenSprung“ zur Woche des Denkmals schlägt in diesem Jahr einen geistigen Bogen von Meister Eckhart zu Martin Luther. Anlässlich seines 750.Geburtstages erinnern Kirchen und Universität an die geistige und kulturelle Prägung, die Erfurt durch den großen mittelalterlichen Philosophen, Theologen und Mystiker Meister Eckhart erfahren hat. In den Jahren 1294 bis 1298 und 1303 bis 1310 hat er in Erfurt gewirkt. 200 Jahre später bricht im Augustinerkloster Erfurt der Augustinermönch Martin Luther im Auftrag seines Ordens nach Rom auf. Beide Ereignisse sind Anlass, an die Bedeutung Erfurts im Mittelalter, an die prägende Kraft der großen Orden und an die Wirkungsgeschichte der Kirchen bis in die Gegenwart hinein zu erinnern. Zu dieser Wirkungsgeschichte gehört die Stadt Erfurt als Schul– und Universitätsstadt. Die Dominikaner gehören zu den Gründern der großen Schultradition der Stadt, die Augustinereremiten – die nach der Reformation eine neue Niederlassung im Wigbertkloster fanden – zählen zu den bedeutenden Orden, die für die Universitätsgeschichte unverzichtbar sind. Auch das Kloster der Iroschotten war bedeutsam für die Universität. Ihre Äbte stellten nicht nur die Konservatoren der Universität, sondern der Turm der Schottenkirche erinnert noch heute an die Bemühungen der Mönche um die Wissenschaft der Astronomie. Der abendliche Rundgang zum nunmehr 11. Kirchensprung beginnt am Freitag, den 10. September 2010, 20.00 Uhr in der Predigerkirche und führt über die St. Wigbertkirche und die Schottenkirche hin zur Augustinerkirche. Musikalisch wir der Abend gestaltet von Prof. Matthias Dreißig an der Orgel, Steven Tailor mit Saxophon, den Schwestern des Casteller Rings und der Flötengruppe der Pfarrgemeinde St. Wigbert.

 

Diakonie bietet freie Stellen im Auslandsdienst für Jugendliche in Vietnam und in der Slowakei
Für einen FSJ-Einsatz im Programm „weltwärts“ in Nordvietnam können sich noch kurzfristig drei Jugendliche und junge Erwachsene bei der Diakonie Mitteldeutschland bewerben. Gesucht werden Leute, die sich verantwortlich in sozialen Projekten engagieren wollen, die an fremden Ländern, Kulturen und Sprachen interessiert sind und für ein Jahr in Südostasien leben wollen. Der Einsatz erfolgt in der Stadt Bac Giang (nördlich von Hanoi). Die Freiwilligen werden in einem Vorbereitungsseminar im Kloster Volkenroda vom 11.-18.7.2010 auf die Zeit in Vietnam eingestimmt. Sie erhalten eine erste Einführung in die Grundlagen der vietnamesischen Sprache. Die Ausreise erfolgt Anfang August. Während des 12-monatigen Einsatzes unterstützen sie die Arbeit mit Waisen, behinderten Kindern, psychisch Kranken und alten Menschen. Sie werden durch die vietnamesische Partnerorganisation der Diakonie Mitteldeutschland vor Ort begleitet. Sie nehmen in der gesamten Zeit ihres Aufenthaltes an einem begleitenden Vietnamesisch-Sprachkurs teil.
Im Rahmen des Ökumenischen Friedensdienstes und anerkannt als „Anderer Dienst im Ausland“ nach dem Zivildienstgesetz ist für einen jungen Mann kurzfristig eine Stelle in der Slowakei zu vergeben (Kirchgemeinde Vrbovce – Hausmeister- und Bautätigkeiten sowie diakonisch-soziale Dienste). Die Einsatzdauer reicht von September 2010 bis Juli/August 2011. Unterkunft und Verpflegung werden gestellt, es wird die An- und Rückreise sowie ein Taschengeld gezahlt. Interessenten müssen als Kriegsdienstverweigerer anerkannt sein!
Schon jetzt besteht die Möglichkeit für junge Männer und Frauen, sich für Stellen im Ökumenischen Friedensdienst für das Jahr 2011-2012 zu bewerben. Partnerländer der Diakonie Mitteldeutschland mit „Anderer Dienst im Ausland“ sind neben Estland, die Ukraine und die Slowakei, außerdem Israel sowie Argentinien und Vietnam im Auslandsfreiwilligenprogramm „Weltwärts“.
weltweit@diakonie-ekm.de
www.diakonie-mitteldeutschland.de


Kirchenmusik-Konzerte Erfurt:
Domberg/Cruciskirche 2010

 
Auf dem Erfurter Domberg geht die „Kirchenmusik-Konzertsaison“ 2010 los. Soeben ist das neue gelb-orangene Kirchenmusik-Heft mit dem Jahresprogramm 2010 des Domberges und der Cruciskirche erschienen.
Das Gesamt-Programm gliedert sich in die folgenden Konzertreihen: 
I. „16. Internationale Orgelkonzerte Dom zu Erfurt“, die zunächst im Dom und dann ab Ende Juli in der Cruciskirche stattfinden - wegen der herausragenden Bedeutung der dortigen Barockorgel und im Juli ganz praktisch wegen der Domstufenfestspiele vor dem Dom. Eröffnet wird die Reihe am 8. Mai mit einem Orgelkonzert des Basler Organisten Douglas Bruce. Silvius von Kessel, der die Orgelkonzerte in den vergangenen Jahren eröffnet hat, spielt diesmal stattdessen das Abschlußkonzert in der Cruciskirche (Neuwerkkirche) am 14. August 2010, 19.30 Uhr. Es schließt sich eine Reihe von Orgelkonzerten zunächst im Dom und dann ab Ende Juli in der Cruciskirche an, in der bekannte Interpreten aus dem In- und Ausland spielen werden. II. Besonders hingewiesen sei auf einen einsamen Höhepunkt im diesem Jahr: Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz und der Deutschland veranstalten ein Konzert im Erfurter Dom, am Sonntag, 20. Juni 2010 um 20 Uhr. Es erklingt eines der Meisterwerke der Musikliteratur: Anton Bruckners 8. Symphinie (c.-moll), es spielt das Berliner Rundfunk-Symphonieorchester unter Leitun von Marek Janowski. Bruckners Symphonien eignen sich sehr gut für eie Aufführung in Kathedralen, sie sind auch als Kathedralen der Musik bezeichnete worden. III. Eine Erfurter Premiere findet - in dreifacher Wiederholung - am 9./10./11. September 2010, jeweils 20 Uhr, statt: Der Erfurter Domorganist gibt zusammen mit dem Philharmonischen Orchester Erfurt im Dom St. Marien ein Orgel-Orchester-Konzert. Es erklingen die („bombastische“) Orgelsymphonie für Orchester und Orgel von Camille Saint-Saens und das Konzert für Orgel und Orchester von Francis Poulenc sowie eine Orgelimprovisation von Silvius von Kessel. IV. Eine weitere Besonderheit: Da sich im Jahr 2010 das Todesjahr von Richard Wetz (1875-1935) zum 65. Mal jährt, wird in der Erfurter Thomaskirche am Vorabend des 1. Advent, am Samstag, 27. November 2010 um 20 Uhr das Weihnachtsoratorium op. 53 des Meisters aufgeführt. Es singen der Dombergchor und der Philharmonische Chor Erfurt zusammen mit dem Thüringischen Kammerorchester Weimar, unter Leitung von Prof. George Alexander Albrecht aus Weimar. Gleichzeitig wird eine CD-Aufnahme davon erstellt, innerhalb des Klassiklabels cpo (von jpc). V. Am 16. und 23. Oktober finden zwei Studenten-Orgelkonzerte statt, mit Studenten der Musikhochschule Weimar.  VI. Im Dezember spielt Silvius von Kessel die Adventlichen Orgelmusiken an der Vorabenden des 3. und 4. Advent (11. und 18. Dezember, jeweils 17 - 17.30 Uhr) im Dom. VII. Desweiteren wird es drei Orgel-Prüfungskonzerte geben (am 20. Mai, 19.30 Uhr / Cruciskirche, am 11. Juni, 19.30 Uhr / Dom, am 3.9., 19.30 Uhr / Cruciskirche und Dom, als Wandelkonzert), im Rahmen der Prüfungen der Hochschule für Musik FRANZ LISZT Weimar. Es spielen Studenten aus der Orgelklasse von Prof. Silvius von Kessel. VIII. Der Frauenchor Mechoria und Leitung von Andreas Korn gibt am 8. Juli 2010 um 19.30 Uhr ein Konzert in St. Severi. Auf den nächsten nächsten beiden Seiten folgt die Übersicht über ALLE Konzerte im Jahr 2010.
Alle Termine sind auch unter www.kirchenmusik-erfurter-dom.de
nachzulesen.
KIRCHENMUSIK DOMBERG / ERFURT 2010
16. Internationale Orgelkonzerte Dom zu Erfurt 2010
Samstag, 7. August 2010, 19.30 Uhr - Ronald Ebrecht (Connecticut/USA)
Samstag, 14. August 2010, 19.30 Uhr - Prof. Silvius von Kessel (Erfurt)
Erfurter Kirchenmusiktage 2010
Wegen der Landeskirchenmusiktage der ev. Kirche, die in diesem Jahr Ende September in Erfurt stattfinden, finden die drei folgenden Sonderkonzerte innerhalb der verkürzten Reihe der Erfurter Kirchenmusiktage statt – in Zusammenarbeit mit dem Theater Erfurt.
In Zusammenarbeit mit dem Theater Erfurt:
Donnerstag, 9. September 2010, 20 Uhr / Dom
Freitag, 10. September 2010, 20 Uhr / Dom
Samstag, 11. September 2010, 20 Uhr / Dom
Konzert für Orgel und Orchester
Werke von Camille Saint-Saens (Orgelsymphonie), Francis Poulenc (Konzert für Orgel und Orchester) und eine Orgelimprovisation (Philharmonisches Orchester Erfurt, Prof. Silvius von Kessel – Orgel, Ltg: GMD Walter E. Gugerbauer, Erfurt)
Karten über das Theater Erfurt: Tel: 0361/22.33-155 oder www.theater-erfurt.de oder an der Abendkasse (ab 19 Uhr).
Sonderkonzerte
Sonntag, 20. Juni 2010, 20 Uhr / Dom - Anton Bruckner: 8. Symphonie c-moll
Jubiläumskonzert der „Deutsche Stiftung Denkmalschutz“ zu ihrem 25-jährigen Bestehen und des Deutschlandfunks zum 20-jährigen Bestehen der Konzertreihe „Grundton D“
Radio-Symphonieorchester Berlin
Ltg: Marek Janowski
Karten zu 25,-/20,-/15,- EURO (ermäßigt 20,-/16,-/12,-) an der Abendkasse (ab 19 Uhr) oder über email: tourist-info@weimar.de oder Telefon 03643 / 74 57 45
Donnerstag, 8. Juli 2010, 19.30 Uhr / St. Severi - Frauenchor Mechoria Erfurt, Ltg. Andreas Korn (Erfurt)
Motetten, Lieder und Kanons von Palestrina, Prätorius, Mozart, Brahms, Distler, Thiele u.a.
Samstag, 27. November 2010, 20 Uhr / Thomaskirche Erfurt
Richard Wetz (1875-1935): Weihnachtsoratorium op. 53 für Gemischten Chor, Solisten und Orchester (Dombergchor Erfurt, Philharmonischer Chor Erfurt, Marietta Zumbült [Weimar] - Sopran, Mario Hoff (Köln] - Bariton, Thüringisches Kammerorchester Weimar - Ltg.: Prof. George Alexander Albrecht, Weimar)
Karten zu 20,-/15,- EURO (ermäßigt 10,-) an der Abendkasse (ab 19 Uhr) 
oder über email: dominformation@domberg-erfurt.de oder Telefon 0361 / 646 12 65
Orgel-Prüfungskonzerte
Donnerstag, 20. Mai 2010, 19.30 Uhr / Cruciskirche - Orgel-Prüfungskonzert Christoph Schauerte (Prüfung im Rahmen des A-Examens für Kirchenmusiker der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar)
Freitag, 11. Juni 2010, 19.30 Uhr / Dom - Orgel-Prüfungskonzert Christoph Schauerte (Prüfung im Rahmen des A-Examens für Kirchenmusiker der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar)
Freitag, 3. September 2010, 19.30 (Cruciskirche) und 20.30 Uhr (Dom) - Orgel-Prüfungskonzert Lukas Maschke (Prüfung im Rahmen des A-Examens für Kirchenmusiker der Hochschule für Musik „Franz Liszt“ Weimar)
Studenten-Orgelkonzerte im Oktober / Dom
Samstag, 16. Oktober 2010, 19.30 Uhr - Thomas Goldner (HfM Weimar)
Samstag, 23. Oktober 2010, 19.30 Uhr - N.N.

Adventliche Orgelmusiken an den Vorabenden
des 3. und 4. Advent / Dom St. Marien
Samstag, 11. Dezember 2010, 17.00 - 17.30 Uhr - Prof. Silvius von Kessel (Erfurt)
Samstag, 18. Dezember 2010, 17.00 - 17.30 Uhr - Prof. Silvius von Kessel (Erfurt)

 

Strafanzeige wegen sexuellen Missbrauchs Jugendlicher 

Wegen des Vorwurfes sexuellen Missbrauchs Jugendlicher durch einen ehemaligen kirchlichen Mitarbeiter hat das Bischöfliche Ordinariat Erfurt eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Mühlhausen erstattet. Die  Taten sollen sich in den 70er Jahren ereignet haben. Damals arbeitete der betreffende Mann, der kein Kleriker ist, in der Jugendseelsorge. Bis vor wenigen Tagen, als sich ein mutmaßliches Opfer einem Seelsorger anvertraute, hatte es keinerlei Verdachtsmomente gegen den Mitarbeiter gegeben. Der heute im Ruhestand lebende Mann gestand bei einer sofort eingeleiteten kirchlichen Befragung seine Taten. 

 

Strafanzeige gegen einen Priester des Bistums Erfurt wegen sexueller
Nötigung

Das Bistum Erfurt hat durch seinen Beauftragten für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs, Dr. med. Rudolf Arnrich, Strafanzeige gegen einen Priester der Diözese wegen sexueller Nötigung von vier Minderjährigen eingereicht. Die Taten sollen sich im Zeitraum von 1980 bis 1996 ereignet haben. Der beschuldigte Geistliche hat die Vorwürfe im Rahmen kirchlicher Befragungen bestätigt. Neben der staatsanwaltschaftlichen Untersuchung wird auch ein kirchliches Verfahren durchgeführt. Bis zum Abschluss der Untersuchungen durch Staatsanwaltschaft und Kirche bleibt der Priester, der zuletzt als Hausgeistlicher in einem Seniorenheim in der Diözese Würzburg tätig war, von allen seelsorglichen Aufgaben entbunden. Der beschuldigte Priester war in der Zeit vom Januar 2004 bis August 2006 als Gefängnisseelsorger in der Jugendstrafanstalt Ichtershausen und der Justizvollzugsanstalt Tonna tätig. Obwohl dem Bistum Erfurt damals ein Vorwurf sexueller Nötigung bekannt war, hat es den Geistlichen als Gefängnisseelsorger eingesetzt, ohne dass das Thüringer Justizministerium über den bekannt gewordenen Vorwurf informiert wurde. 
Für diese falsche Entscheidung übernimmt das Bistum Erfurt die
Verantwortung.
Seit 2003 hat das Bistum Erfurt den beschuldigten Priester unter Aufsicht des im Dezember 2002 erstmalig ernannten Beauftragten für Verdachtsfälle sexuellen Missbrauchs gestellt. Seit 1997 hat es keine Anhaltspunkte für sexuelles Fehlverhalten des Priesters gegeben. Im August 2006 wurde der beschuldigte Priester aufgrund von Verstößen gegen die Anstaltsordnung vom Dienst als Seelsorger im Strafvollzug entbunden. Inzwischen wurden kirchlicherseits alle bisher eingesetzten Seelsorger im Strafvollzug auf Hinweise, die einem solchen Einsatz entgegen stehen, überprüft. Dabei ergaben sich keine Anhaltspunkte. Mit dem Thüringer Justizministerium wurde vereinbart, zukünftig vor jeder Neuberufung eines Seelsorgers für den Strafvollzug sich nicht nur auf das polizeiliche Führungszeugnis zu beschränken, sondern sorgfältiger unter Auswertung aller Informationen zu prüfen, was einem Einsatz entgegen stehen könnte. Das Bischöfliche Ordinariat Erfurt weist noch einmal auf die Möglichkeit hin, Hinweise über sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen im kirchlichen Umfeld bei dem vom Bischof eingesetzten Beauftragten zur Meldung und Prüfung von Verdachtsfällen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger anzuzeigen. Die Kontaktdaten sind auf der Website www.bistum-erfurt.de veröffentlicht. Sie können auch in den Pfarrämtern erfragt werden. Bei einem begründeten Verdacht sollte unbedingt mit dem Beauftragten Kontakt aufgenommen oder die von der Deutschen Bischofskonferenz eingerichtete Hotline Tel. 0800-1201000 genutzt werden. Neben den eingeleiteten Verfahren bittet der Erfurter Bischof Joachim Wanke um das "Gebet der Gläubigen für alle Kinder und Jugendlichen, denen durch Vertreter der Kirche Leid und tiefes Unrecht zugefügt worden ist." Er wisse aber, wie sehr auch die katholischen Christen selbst durch das Bekanntwerden solcher Vorwürfe, die sich gegen Geistliche und andere Mitarbeiter der Kirche richten, belastet werden. 

 

Ökumenische Telefonseelsorge Erfurt sucht Menschen, die da sind
„Gut dass sie da sind“, sagen viele der 12.000 Anrufer, die im vergangenen Jahr die Nummer der Telefonseelsorge gewählt haben. Das Gefühl gehört und verstanden zu werden tut gut. Nicht mehr ganz so allein zu sein mit all den Fragen, Sorgen und Belastungen, weil am anderen Ende der Leitung jemand da ist, schon das kann entlasten und neue Hoffnung schöpfen lassen.
Die Telefonseelsorge möchte ihrer Zusage 
„Wir sind für Sie da – immer“ auch weiterhin gerecht werden und sucht für den Ausbildungskurs 2008 Menschen, die sich für diesen ehrenamtlichen Dienst interessieren. 
Informationen erhalten Sie unter der Nummer der Geschäftsstelle: 0361/5621620 oder bei einem Infoabend am Montag, dem 10.03.2008 um 18.00 Uhr in den Räumen der Klinikseelsorge, Helios-Klinikum, Haus 34 B, Eingang Baumerstraße.

 

NEUE TECHNIK FÜR ALTE MEDIEN
Homepage zur Bibliotheca Amploniana abrufbar


Eine mittelalterliche Bibliothek wie die Bibliotheca Amploniana einer breiteren Öffentlichkeit zu erschließen und gleichzeitig den Interessen der Wissenschaft zu genügen - vor dieser nicht einfachen Herausforderung stehen Wissenschaftler der Katholisch-Theologischen Fakultät Erfurt und Bibliothekare der Universitäts- und Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha. Ein erster Schritt ist die Präsentation von vielfältigen Informationen im Internet unter einer zentralen Adresse: Seit Montag dieser Woche lassen sich diese Informationen zur Amploniana unter http://www.uni-erfurt.de/amploniana/ abrufen. 

*Ein Service der Universität für alle, die sich mit diesem einmaligen Bestand an Handschriften und frühen Drucken beschäftigen wollen", so Prof. Dr. Benedikt Kranemann, Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät und Dr. Kathrin Paasch, für die historischen Bestände zuständige stellvertretende Direktorin der Universitäts- und Forschungsbibliothek. Wer sich künftig über Vorträge zur Amploniana informieren möchte, wer einzelne Beispiele der Handschriften im Bild sehen möchte oder auch in den entsprechenden Katalogen blättern möchte, kommt über die Homepage weiter. Ein erstes Glanzstück ist die Online-Version des *Schum", die in Zusammenarbeit mit der zentralen deutschen Handschriftendatenbank *Manuscripta Mediaevalia' realisiert werden konnte. 1887 erschien in der Weidmannschen Buchhandlung zu Berlin dieses *Beschreibende Verzeichnis der Amplonianischen Handschriften-Sammlung zu Erfurt". Es trägt seinen Namen nach dem Verfasser Wilhelm Schum. Dieser einzige gedruckte Katalog der Amploniana wird von Wissenschaftlern nach wie vor intensiv benutzt, wenn sie Informationen zu den Erfurter Handschriften suchen, weiß Dr. Brigitte Pfeil, Mitarbeiterin der Fakultät im Amploniana-Projekt. Dass er jetzt online zugänglich geworden sei, bedeute eine große Erleichterung der Arbeit für viele Forscher, da dieser Katalog bislang längst nicht in jeder Universitätsbibliothek greifbar und auch antiquarisch kaum erhältlich war. Die Erfurter Arbeitsgruppe erhofft sich über die Homepage eine raschere Kommunikation über die verschiedenen Initiativen und wissenschaftlichen Projekte zur Erforschung der Amploniana. Das Interesse von Wissenschaftlern im In- und Ausland an dieser Forschungsinitiative der Universität Erfurt sei groß, wissen die beteiligten Erfurter Hochschullehrer und Bibliothekare. Aber man wolle auch die Öffentlichkeit in der Stadt, die sich mit *ihrer" Amploniana nach wie vor stark identifiziere, auf dem Laufenden halten und an der eigenen Arbeit Anteil geben. Dafür gibt es auf dem Erfurter Campus verschiedene Pläne. Noch in diesem Jahr wird die Amploniana-Arbeitsgruppe die Vorarbeiten zu einer CD-ROM beginnen, auf der Leben und Wirken des Amplonius Rating de Bercka ausführlich beschrieben werden und man auch in die Handschriften mehr als nur einen Blick werfen kann. Mit neuer Technik alte Medien zu erschließen - ein Vorgehen, das auch in Erfurt vielfältige Perspektiven eröffnen könnte und sicherlich auf Interesse stoßen wird. 
Dem Pfarrbrief gehört die Zukunft 
Das Bistum Erfurt unterstützt für pfarrbriefservice.de, wo es 
Materialien, Tipps und Tricks für die Pfarrbriefarbeit gibt 
In Sachen Kommunikation und Information gehört den 
elektronischen Medien die Zukunft. Dem Pfarrbrief auch! Eine gewagte 
These? Wohl kaum. 
Vorausgesetzt, man nimmt nicht gleich die ganze Welt, sondern die 
Kirchengemeinde vor Ort in den Blick. Dann erweist sich der Pfarrbrief 
als Medium mit ungeahnten Möglichkeiten: Mit ihm wird nicht nur die 
Kerngemeinde erreicht, sondern es lesen ihn auch viele Katholiken, die 
nach eigener Aussage selten oder nie zum Gottesdienst in die Kirche 
kommen. Selbst junge Leute zwischen 16 und 29 Jahren schauen gern 
hinein. So die Ergebnisse des Trendmonitors "Religiöse Kommunikation". 
Der Pfarrbrief muss natürlich gut gemacht sein. Das Bistum Erfurt ist 
darum Mitglied bei www.pfarrbriefservice.de geworden, einer Initiative 
deutscher Bistümer. Die Internetseite unterstützt Pfarrbriefmacher mit 
kostenlosen Texten, Fotos, Karikaturen und Grafiken, gibt Tipps für die 
Gestaltung und stellt Layoutvorlagen zur Verfügung. 
"Das ist ein unglaublicher Schatz, der geradezu darauf wartet, gehoben 
zu werden" zeigt sich Pressereferent Peter Weidemann begeistert, der im 
Bistum Erfurt künftig auch für die Pfarrbriefarbeit zuständig ist. 
Weidemann gehört zum Redaktionsteam von pfarrbriefservice.de, das nicht 
nur via Internet seine Dienste anbietet, sondern auch Ansprechpartner 
benennt, mit denen der persönliche Kontakt gesucht werden kann. 
Angesichts des anstehenden Elisabeth-Gedenkjahres freut sich Weidemann 
über die Möglichkeit, in der pfarrbriefservice.de-Rubrik "Bistum Erfurt 
spezial" druckfähige Fotos und Texte für den Pfarrbrief und die 
Internetseiten der Pfarrgemeinden zur Verfügung zu stellen. "Im Moment 
gibt es dort das Logo des Elisabeth-Jahres sowie professionelle Fotos 
von der Elisabeth-Figur im Dom und aus der Allerheiligenkirche", sagt 
er. Weitere Materialien sollen folgen. 
Im Veranstaltungskalender von pfarrbriefservice.de findet sich im 
Frühjahr 2007 ein Kurs, auf den Weidemann schon jetzt aufmerksam macht: 
Gemeinsam mit dem Bistum Dresden-Meißen lädt das Erfurter Bistum zu 
einem Medientag nach Gera, wo auch ein Workshop zur Pfarrbriefarbeit 
laufen wird. "Informativ und praxisorientiert, wie es auch 
pfarrbriefservice.de ist", wirbt Weidemann, der auf zahlreiche 
Teilnehmer in Gera ebenso hofft wie auf eine starke Nutzung der 
Internetseite durch die Pfarrbriefmacher. www.pfarrbriefservice.de